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ANKES’ REISE IN DIE TRAUMZEIT AUSTRALIE – PART 1-5

ANKES’ REISE IN DIE TRAUMZEIT PART 1-5

Meine Freude auf Australien ließ ich mir dann auch von den Massen an der Passkontrolle nicht nehmen!   Ungeduldig versuchte ich Marina, von Travel Wheels, in den Mengen der Ankunftshalle zu entdecken und es dauerte wirklich keine Minute bis ich sie sah, was an ein Wunder zu grenzen schien!

Marina (Deutsche bei Travel Wheels) und Heike (Österreicherin bei Travel Wheels) holten uns zusammen vom Flughafen ab und überraschten uns mit einem wunderschönen Schild und T-Shirts von Travel Wheels als Willkommensgeschenk! Kurz darauf saßen wir im Auto und 5 Minuten später waren wir auch schon im Depot in Botany angekommen.

Eine herzliche Begrüßung durch alle Mitarbeiter und den Chef selbst sollte natürlich nicht fehlen.
Ein perfekt vorbereiteter Campervan warte bereits auf uns und schien mir zu zu rufen: „ Los geht’s – eine Reise in die Traumzeit – worauf wartest Du noch !?“

Voller Euphorie nahmen wir also nach langen Gesprächen und viel viel Spaß, Abschied vom super Team von Travel Wheels.

 

Knapp 10 Minuten später standen wir im Eastgardens Shopping Center wo wir uns erst mal mit allen wichtigen Dingen eindeckten!  Dann ging es Richtung Süden denn unser erstes Ziel sollte Jervis Bay sein!

Hindurch durch endlos grüne Wiesen und Eukalyptuswälder, vorbei an sagenhaften Lookouts wie z.B. das Southgate Information Center kurz vor Wollongong, erreichten wir nach ca. 2,5 Std Jervis Bay!

Da wir jetzt doch ziemlich kaputt waren, steuerten wir den erst besten Tourist Park an:  Huskissons White Sands Beach Tourist Park. Ein 4* Campground dirket am Meer in das wir auch gleich sprangen!  Leider gibt es in dem Park keinen Internetanschluß und der Preis für eine Powerd Site mit 50 Dollar pro Nacht erschien mir etwas hoch!  Für Kinder ist der riesige Spielplatz ein wahres Paradies und auf den fehlenden Pool kann man bei dem Strand gerne verzichten.  Die Lage an sich ist super. Geschäfte und Restaurants in der Main Street sind zu Fuß problemlos, über einen Fußweg am Meer entlang, oder sogar direkt durch einen Strandspaziergang,  in ca. acht Minuten zu erreichen.  Neben Italienischen-, Thai-und Fish & Chips-Restaurants gibt es einen vorzüglichen Stonegrill mit einer großen gemütlichen Terrasse und Blick aufs Meer.  Bitte vorher reservieren!  Im Ort selbst werden Dolphin & Whale Watching Touren angeboten sowie Tauch- und Schorchelausflüge.

Um 8 Uhr war unser erster Abend dann aber auch schon vorbei und ich fiel ins Bett wie erschlagen.

 

Morgens um 5.30 Uhr wurde ich dann vom schallenden Gelächter der Kookaburras geweckt und für den Moment konnte mein Leben nicht perfekter sein!

Da ich dem neuen Tag voller Euphorie entgegen fieberte, stand ich also auf, duschte mir den Jetlag ein wenig ab und ging sofort zum Strand wo ich zusammen mit ca. 500 Lorikeets, einen zauberhaften Sonnenaufgang erleben durfte!
(Sunrise Jervis Bay – Huskissons)

Gleich machten wir uns wieder auf den Weg denn nur der frühe Vogel fängt den Wurm 😉

Zehn Kilometer weiter kamen wir zum bekannten Hyames Beach, dessen Sand noch viel weißer und das Wasser noch viel klarer ist, als ich es mir je hätte erträumen können.  Sofort liefen wir zurück zum Parkplatz und schlüpften in unsere Badesachen, das konnte wir uns unmöglich entgehen lassen!

Nach ausgiebiger  Plantscherei, ging es dann weiter Richtung Batemans Bay und mit jedem Kilometer, den wir näher an unseren Lieblings Campingplatz kamen, waren wir besser drauf!
(Hyames Beach – Jervis Bay)

Die Ausfahrt dorthin wird  nur von kleinen blauen Schildern angezeigt und liegt ungefähr 6 KM vor Batemans Bay auf dem Highway Nr. 1 auf der linken Seite von Sydney kommend.

Dann sind es etwa 10 KM durch Buschland bis Ihr endlich an dem Ort mit Kängaruh–Garantie ankommt, nämlich im Durras North Holiday Park!

..aber das ist eine andere Geschichte 😉

Euer Aussiefreak – Anke

“Lost” – Verlaufen im Busch…

Wie im letzten Bericht angekündigt, machten wir uns von Jervis Bay aus auf den Weg zu unserem Lieblingsplatz in Australien:  der Holiday Park in North Durras lässt einen den Geist Australiens spüren!

Eingebettet in dichten Regenwald und umgeben von endlos weißen Stränden könnte die Lage nicht besser sein!
Depot Beach

Es gibt viele Leute die nach Australien kommen und dann sagen: „Ich habe kein einziges Känguru zu Gesicht bekommen!“.  Eine Sichtungsgarantie für die Kängurus gibt es am Campground von Durras North!

Man könnte sie als Dauercamper bezeichnen denn sie leben mit den Menschen auf dem Campingplatz!  Mit die schönste Zeit ist morgens, denn sobald die Sonne aufgegangen ist, erwacht der Regenwald zum Leben!  Von Kookaburras wird man “sanft” geweckt und dann kommen Unmengen von bunten Papageien aus dem Busch geflogen und verlangen ihr Frühstück!  Vom Kakadu bis zum Lorikeet ist alles mit dabei!  Die meisten sind sehr zutraulich und benutzen einen mitunter schon mal als Landeplatz!

Im General Store oben am Eingang des Campgrounds kann man auch günstig Vogelfutter erwerben!  In dem kleinen aber sehr feinen Laden namens “Kangaroo Cafe” bekommt man alles was das Herz begehrt!  Auch findet man hier sehr schöne und teils auch ausgefallenen Souvenirs!  Zum Frühstück kann man sich frischen Cappuccino oder Cafe holen und diesen dann mit Blick auf den Strand genießen.  Internetzugang mit WI-FI ist gegen geringe Gebühren zu erhalten.

Kangaroo Cafe 😉
Neben den elektrischen Grills mit überdachten Sitzplätzen hat auch jeder Stellplatz seinen eigenen Bush-BBQ!  Es gibt nichts Schöneres als abends beim Lagerfeuer zu sitzen und den Geräuschen des Regenwaldes zu lauschen (Feuerholz und Anzünder gibt es ebenfalls im Cafe).  Die Possums finden das wohl auch und so ist man rasch umgeben von den kleinen Clowns der Beuteltiere!  Tollpatschig, frech und charmant sorgt er kleine Beutler für die eine oder andere Überraschung.  Untersucht wird alles was umher liegt.  Na gut, ich hoffe Dir steht meine Bikini-Hose 😉

Mittags wenn die Sonne am stärksten ist, kommen oft die Warane aus dem Busch und streunen auf dem Campground umher.  Mit ihren teils bis zu 1,80 Metern Länge eine imposante Erscheinung!  Aber keine Angst, sie sind froh wenn man sie in Ruhe lässt!

Man könnte gut und gerne vier Wochen in Durras bleiben oder sogar sein Leben lang, denn langweilig wird es einem sicher nicht!

Der Murramarang National Park bietet sehr viel Abwechslung!  Man kann fischen gehen oder sich einen Kajak mieten.  Zahlreiche Walking Tracks laden dazu ein erkundet zu werden!  Direkt vom Campingplatz führt der Weg in den Busch und man stößt auf zwei unterschiedliche Pfade.  Einmal der Discovery Trail, ein Rundweg der sehr abenteuerlich und wunderschön ist.  Man sollte etwas 2, 5 Stunden einplanen um den Weg ganz langsam und in Ruhe gehen zu können denn nur dann kann man die Natur richtig genießen und sieht mit etwas Glück einen Paradiesvogel oder sogar einen Schleierschwanz.  Dieser Loop Walk ( Rundweg ) enthält einige Stufen und man muss manchmal über dicke, große Baumstämme klettern.

Die zweite Variante ist nicht minder schön!  Es ist der Durras Lake Walking Trail.  Ein schmaler Weg führt am See entlang und bietet fantastische Aussichten auf das Schutzgebiet für Vögel.  Zahlreiche Silberreiher, Seeadler und wunderschöne andere Wasservogelarten lassen einen die Zeit schnell vergessen!  In die Realität zurück gerissen wird man allerdings sehr schnell, wenn ein Sumpfwallabay mit riesigen Sätzen aus dem Unterholz springt und einen dabei fast umwirft.  Für alle Walks gibt es im Kangoroo Cafe die entsprechenden Guides bzw. Broschüren.  Und das war genau der Punkt!

Wir hatten unseren Guide leider im Camper liegen lassen.  Das merkten wir natürlich erst nach ca. zwei Stunden Fußmarsch.  Ich sagte dass das kein Rundweg sei und wir lieber umdrehen sollten, wobei mir mein Mann sehr überzeugend klar machte, dass er ja ein ausgebildeter Fallschirmjäger sei und es sich um wohl eine seiner leichtesten Übungen handeln würde, sich irgendwo im Wald zurecht zu finden.  Er versicherte mir, dass es sich um einen Rundweg handeln müsse denn wir hätten uns immer Rechts gehalten und wir seien spätestens in einer Stunde wieder bei unserem Camper! …bla bla bla…

Nun gut, ich vertraute ihm natürlich und so fanden wir uns nach ca. drei Stunden auf einer Straße.  Gott sei Dank kam nach relativ kurzer Zeit ein Auto was ich anhielt und nach dem Weg fragte.  Der Australier lachte sich fast kaputt.  Er gab uns die Richtung an und fragte, ob wir denn genug Wasser für die Nacht dabei hätten!  Hä?  Wie sollte ich denn das verstehen?  Also machten wir uns auf den Weg und schon nach kurzer Zeit fanden wir uns sitzend auf der Leitplanke wieder.  Die Straße schlängelte sich einen Berg hinauf so steil und hoch… da will ich gar nicht mehr dran denken.  Das Schlimmste aber war, ein Berg folgte auf den nächsten.  Bergauf – Bergab – Bergauf – Bergab!

Mit Blasen an den Füßen, beschloss ich nach zwei Stunden das nächste Auto, das hoffentlich kommen würde, aufzuhalten. Mein Wunsch wurde erhört und fünf Minuten später kam ein kleines Auto mit einem jungen Pärchen vorbei.  Sie luden uns ein und fuhren uns bis zu unserem Campground.  Es waren noch knapp zehn Kilometer, die wir hätten laufen müssen.  Na Gott sei Dank sind die Australier so hilfsbereit!  Total fertig und nass geschwitzt kamen wir also am Holiday Park in Durras North wieder an.  Die Besitzer hatten sich schon gewundert, wo wir abgeblieben waren und fanden die ganze Sache wieder urkomisch, da wir ja im Vorjahr mit dem Kajak gekentert waren.

Ihr seht, uns verbindet also sehr viel mit Durras!
Travel Wheels – feel the Spirit auf Down Under 😉 Mal sehen ob da auch für mich was drin ist 😉

So, nun müssen wir uns erstmal erholen bevor wir weiter Richtung Süden fahren!  Und die Erholung finden wir Gott sei Dank auch hier am Holiday Park in Durras North!  Immer eine Reise wert:

Durras Lake North Holiday Park

Wir kommen wieder – immer wieder …
Bis zum nächsten Mal!

Euer Aussiefreak – Anke

Chaosteam-  on the Road again…

Schweren Herzens verabschiedeten wir uns vom Durras North Holiday Park und fuhren weiter Richtung Süden.

Nach ca. einer Stunde Fahrt schrie Lu plötzlich: „ Sch….. !!!“  Ich erschrack ohne Ende und fuhr sofort links ran!  Nein Leute… ich bin nicht verwirrt… hier fährt man LINKS 😉

Da in Durras der Handy-Empfand sehr schlecht war, stellte er das Handy auf den Scheibenwischer gegen die Windschutzscheibe und hatte vergessen, es wieder runter zu nehmen bevor wir los fuhren.  Also drehten wir um und fuhren zurück!  Durras lässt uns einfach nicht los!

Schnell lief er zu unserem Stellplatz und siehe da, das Handy lag wirklich unversehrt am Boden.  Unsere Freunde und Besitzer des Campingplatzes kamen natürlich schon wieder einmal nicht mehr aus dem Lachen raus.

Anke und Lu das Chaosteam… lol 😉

Nun machten wir uns aber endgültig auf den Weg  über Batemans Bay bis nach Narooma.

Hier haben wir gleich einen Tipp für Euch, den uns eine Bewohnerin des Campingplatzes mitteilte:  Bevor man in den Ort gelangt, gibt es eine große Brücke und vor dieser Brücke geht eine kleine schmale Straße nach links.  Da man aber von Norden kommend nicht links abbiegen darf, muss man also kurz vor der Brücke rechts abbiegen, wenden und zurück fahren und dann also nach rechts abbiegen.  Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht… wenn ihr vor Ort seid, werdet Ihr sofort sehen und wissen, was und wie ich es meine.   Nach ca. 300 Metern befinden sich auf der rechten Seite ein Parkplatz und ein Holzsteg über dem Wasser.

Es handelt sich um den Mill Bay Boardwalk.  Ein ca. 500 Meter langer Steg der sich über das Wasser schlängelt.  Es ist ein Schutzgebiet für Stachelrochen.  Ein sagenhaft fantastisches Erlebnis wenn man über den Boardwalk läuft und unter einem die Rochen im Wasser dahin gleiten wie Wesen aus einer anderen Zeit. Wir hatten großes Glück und sahen einen prachtvollen Riesen mit über zwei Metern Größe.

Stingray in Narooma

Man sollte sich ungefähr eine Stunde Zeit nehmen um das Schauspiel zu genießen.

Wir verließen Narooma auf dem Highway 1 Richtung Süden und folgten dem Straßenverlauf durch endlose, scheinbar nie enden wollende, Regen- und Eukalyptuswälder.

Kurz nach dem Ort Pambula befindet sich auf der rechten Seite das Oaklands Barn and Garden Center.  Neben einer Kameltour kann man hier auch einfach einen Kaffee oder einen frischen Meat Pie genießen.  Viele kunstvolle, oft auch witzige Gebilde bringen einen zum Lachen.  Die historischen Kutschen und Fahrzeuge befördern auch Brautpaare, wenn dies gewünscht wird.

Zur Mittagszeit stoppten wir in Eden denn dort gibt es wohl das beste Fish & Chips überhaupt!
Das kleine Restaurant liegt direkt am Hafen.  Gegenüber hat man eine grandiose Aussicht auf das Meer.   Auch das Killerwalmuseum ist einen Besuch wert.  Mittlerweile ist Eden ein Muss für alle Whale Watching Fans.  Leider war es uns nicht vergönnt, da wir zur falschen Zeit da waren.

Unser Tagesziel erreichten wir, nach 520 gefahrenen Kilometern, in Lakes Entrance.  Wir checkten im Waters Edge Holiday Park der zur BIG 4 Kette gehört, ein  und kühlten uns sofort in dem dort vorhandenen großen Swimmingpool ab.  Die Stellplätze sind schattig und auf den Bäumen lassen sich hunderte von bunten Papageien beobachten.  Die Anlage an sich sowie die Waschräume sind sehr gepflegt.  Der Preis von 34 AUD ist gerechtfertigt und kam uns im Vergleich zum Campground in Jervis Bay sehr günstig vor.

Internet gibt es allerdings nur, wenn man sich im Net4 als User registriert und die Preise wiederum haben es in sich.  Deswegen haben wir beschlossen, am nächsten Tag bei McDonalds zu frühstücken und dort das Internet zu nutzen.  Dies ist kostenlos und in nahezu jedem McDonalds in Australien ein selbstverständlicher Service.
Restaurant – Pinocchio Lakes Entrance – yummy

Am Abend der Ankunft machten wir einen ausgedehnten Spaziergang am See entlang und durch den Ort.  Dinner hatten wir in einem italienischen Restaurant namens Pinocchio.  Die Preise dort sind angemessen und das Essen ist ein wahrer Gaumenschmaus.  Allein die Innenausstattung ist sehenwert.  Alles ist liebevoll aus Holz gefertigt und natürlich mit zahlreichen Fotos und Marionetten, in alles Größen, von Pinocchio dekoriert.  Das Restaurant bietet vollen Service, es besitzt eine Alkohol-Ausschank-Lizenz.

Wer sein Bier oder seinen Wein lieber von zu Hause mitbringt, der darf das gerne machen.  Es ist dann lediglich eine geringe Gebühr für das Öffnen der Flaschen und für die Gläser zu entrichten.  Dies ist übrigens auch ein ganz üblicher Service in Australien.  Viele Restaurants bieten das an, meist diese, die keine Lizenz zum Ausschank von alkoholischen Getränken haben.  Leicht zu erkennen sind diese an dem Schild „ BYO” was so viel wie “Bring your own” bedeutet, was nichts anderes heißt als “Bring dein eigenes Zeug mit”!

Achtung die Portionen sind so groß wie Pinocchios Nase lang!!!

Mehr als nur zufrieden und mit vollen Magen machten wir uns auf den Weg zurück zum Campground und genossen den Sonnenuntergang über dem See mit vielen neugierigen und frechen Seevögeln.  Besonders faszinierend finde ich immer die so anmutig erscheinenden schwarzen Schwäne, von denen es in Lakes Entrance mehr als genug gibt.  In Australien gibt es übrigens keine weißen Schwäne!
Schwarzer Schwan in Lakes Entrance

Es gibt übrigens eine super Minigolf Anlage hier in Lakes Entrance!  Das macht echt Spaß!
Minigolfanlage in Lakes Entrance

Ihr seht, der Tag verlief ziemlich ruhig und  „normal“ für unsere Begriffe.

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass der Campervan von Travel Wheels uns mehr als nur begeistert. Er ist geräumig und bietet allen Comfort.

Nochmals vielen herzlichen Dank an Travel Wheels!

Euer Aussiefreak – Anke

Überfall auf dem Campingplatz…

Früh morgens starteten wir unsere Tour von Lakes Entrance aus Richtung Melbourne.

Ganz wichtig ist es, die Mautgebühren für den Citylink zu bezahlen.  Dies kostet für einen Tagespass ca. zehn Euro.  Die Bezahlung kann man online mit Kreditkarte abwickeln oder telefonisch.  Es gibt aber auch viele Tankstellen, bei denen man vor Ort in Cash bezahlen kann – dies empfehlen wir all denjenigen, die nicht ganz so sicher in der englischen Sprache sind, da auch eine entsprechende Beratung in den Tankstellen von Nutzen sein kann.

Da wir schon beim Thema sind, noch ein Tipp am Rande.  Wenn man in Stadtnähe tankt, ist das Benzin meist billiger als auf dem Lande.  Noch mehr sparen kann man, indem man z.B. bei Coles oder Woolworths einkauft ,wo sich dann unten am Kassenzettel ein Rabattgutschein befindet.  Die Partnertankstellen der jeweiligen Supermarktketten sind gekennzeichnet.  Bei Coles ist es z.B. Shell.  So kann man gut und gerne nochmals ca. vier Cent pro Liter sparen!  Bei viel gefahrenen Kilometern macht sich das schnell bemerkbar.

Eigentlich wollten wir in den Wilson Promontory National Park, der am südlichsten Zipfel von Victoria gelegen ist. Leider waren aber die meisten Bereiche auf Grund von schlimmen Regenfällen seit Anfang des Jahres gesperrt und so blieb uns nichts anderes übrig, als spontan um zu planen.

Ein anderes Highlight von Victoria, das in wohl jedem Reiseführer angepriesen wird,  ist Phillip Island, südlich von Melbourne.  Berühmt ist die kleine Insel wegen der Zwergpinguine, die jeden Abend zu hunderten aus dem Meer kommen und über den Strand laufen, um wieder zu ihren Nistplätzen zurückzukehren.

Da wir bereits 2010 dort waren, und eher etwas enttäuscht waren, lassen wir es in diesem Jahr aus.
Natürlich sind es die kleinen, süßen Pinguine in jedem Fall wert, aber meines Erachtens ist es eine verkommene Touristenattraktion die einer riesen Abzocke gleicht.  Die Tierchen wirkten auf mich sehr verstört und verängstigt, als sie auf dem Weg zurück zu ihren Brutplätzen plötzlich von hunderten kreischenden chinesischen Touristen mit blitzenden Filmkameras nahezu überrollt wurden.  Gott sei Dank schütze ein Zaun vor dem Schlimmsten.  Das Fotografieren ist zwar strengstens verboten – genauso wie das Aufstehen und man sollte sich auch leise verhalten – aber wen interessiert das schon…  Die Ranger die sich den Massen mutig entgegen stellten, wurden gnadenlos umgerannt.

Wer sich doch dafür entscheidet, sollte sich sehr warm anziehen und evtl. sogar eine Decke mitnehmen.  Der Wind der nachts vom Meer her kommt, ist sehr kalt, und es kann sein, dass man mehr als 2 Stunden dort zubringen muss, bis die ersten Zwerge zu sehen sind.

Sehr zu empfehlen ist das Koala Conservation Center auf Phillip Island. Entspannt und ruhig kann man hier den Koala in seiner natürlichen Umgebung beobachten.

Auch die größte australische Seelöwenkolonie ist auf Phillip Island heimisch und gut vom Nobbies Center aus beobachten oder noch besser vom Boot aus auf einer Tour von der Cowes Pier aus.

Wir ließen Melbourne also hinter uns und fuhren weiter Richtung Great Ocean Road.  Es gibt viele wunderschöne und sehenwerte Orte der Straße entlang.

Sinnvoll ist es, sich in Geelong noch einmal in einem der großen Supermärkte einzudecken.  Nach Geelong direkt am Highway gelegen, befindet sich eine große BP Tankstelle und ein Information Center.  Die Beratung dort ist sehr gut und Infomaterial wie Karten und Campingplatzführer natürlich, wie immer in Australien, in Massen erhältlich und alles kostenlos!  Direkt neben dem Infocenter befindet sich ein Früchteshop, wo man zu sehr günstigen Preisen frisches Obst und Gemüse kaufen kann.  Z.B. ein Kilo Bananen kostet 1 AUD – sonst im Supermarkt im Angebot rund drei AUD!

Kurz nach Geelong wird man auch schon willkommen geheißen auf der atemberaubenden Great Ocean Road.  Ein riesiges Holzschild quer über die Straße und ein Denkmal am Straßenrand erinnert an die Geschichte der Great Ocean Road.

Meines Erachtens die Schönste Straße der Welt!

Das Besondere an der Great Ocean Road ist ihr abwechslungsreicher Verlauf.  Auf der einen Seite steile Küsten oder schneeweiße, kilometerlange Strände und auf der anderen Seite der üppige Regenwald des Great Otway Nationalparks.

Unser Camp für heute befindet sich gleich am Ortseingang von dem kleinen, wunderschönen Ort Lorne.  Es liegt wunderschön am Erskins River und in wenigen Gehminuten ist man im Ortskern, wo zahlreiche kleine Läden und Restaurants zu finden sind.  Ein Highlight dieser Gegend sind die vielen Wasserfälle.
Kaum am Stellplatz eingeparkt, kam der erste Überfall.  Ca. 50 Gelbhaubenkakadus, begleitet von Möwen und Enten, überfielen uns im wahrsten Sinne des Wortes.  Sie ließen uns nicht in Ruhe bis wir ihnen etwas zu fressen gaben, erst dann machten sie sich wieder aus dem Staub.  Es kam mir vor, als müssten wir dafür bezahlen, dass sie uns in ihrem Revier dulden.  Wenn sie einen nicht so drollig mit ihren großen schwarzen Augen angucken würden als könnten sie kein Wässerchen trüben, würden wir ihnen die wenigen kleinen Blessuren, die ihre scharfen Schnäbel verursachen können, wohl sogar übel nehmen.
Zahlreiche Reiherarten und Kookaburras findet man in den Bäumen entlang des Flusses.  Ein schöner Abendspaziergang führt einen am Fluss entlang, über eine wippende, alte Holzbrücke bis hin zum Strand, wo man den Sonnenuntergang genießen kann.

Mehr von der Great Ocean Road morgen wieder….

Euer Aussiefreak – Anke

 

…dem Himmel so nah…


Unser Tag beginnt wie immer sehr früh morgens. Um 7.30 Uhr brachen wir in Lorne unsere Zelte ab und machten uns auf den Weg zu den Erskins Falls, die nur zehn Kilometer außerhalb des Ortes liegen.
Wenn man ganz früh morgens los fährt, sollte man unbedingt langsam und vorsichtig fahren denn links und rechts von der Straße sitzen zahlreiche Wallabys beim Frühstück und genießen die ersten Sonnenstrahlen.
Es ist eine schöne Art den Tag zu beginnen, denn mit den insgesamt 624 Stufen, hat man den Frühsport gleich hinter sich gebracht! Plant mindestens eine Stunde Zeit ein, um den Regenwald und den traumhaften Anblick der Wasserfälle, in Ruhe genießen zu können! Der Ab- bzw. Aufstieg lohnt sich allemal! Die Wasserfälle ergießen sich über eine, mit Moos und Farnen, bewachsene Fellswand aus 30 Metern Höhe auf den Grund des dichten Regenwaldes!
Erskins Falls Otway N.P.

Nass geschwitzt aber natürlich gut gelaunt wie immer, setzen wir unseren Trip fort.
Zum Frühstücken hielten wir in Kennett River am Koala Cove Cafe! Das Highlight an diesem Platz sind, nicht nur die fantastischen Süßspeisen, denen Lu natürlich wieder einmal nicht widerstehen konnte, sondern gleich gegenüber führt eine kleine Sandstraße, die Grey River Road, einen kleinen Berg hinauf! Das ist der Hotspot für Koalas überhaupt! Gleich am ersten Baum saß so ein graues Wuschelmonster und sonnte sich in der Morgensonne! Es ist nochmal ein ganz anderes Erlebnis, diese hübschen Beuteltiere in freier Natur zu erspähen.
Koala in Kennett River ;-*

Wir fuhren die Great Ocean Road entlang, die sich übrigens auch ein ganzes Stück durch das Landesinnere zieht. Grüne saftige Wiesen mit Rinder – und Schafherden, Pferden und süßen Alpakas zieren den Straßenrand.
Nach dem kleinen Ort Johanna  gibt es den schönen Walk – Melba Gully. Berühmt ist dieser Walk vor allem für seine nächtliche Schönheit. Tausende von Glühwürmchen bringen dann den Regenwald zum Leuchten. Tagsüber, meist nach Regenfällen, kann man mit etwas Glück, die nur dort vorkommende, Otway – Snail sehen. Es handelt sich um eine schwarze Schnecke, die sich am Waldboden nach Beute umsieht. Leider hatten wir nicht das Glück.
Melba Gully ist ein Rundweg der einen durch dichten, mit riesigen Farnen bewachsenen Regenwald führt. Man kommt sich vor wie in Jurassic Park. Außerdem ist eine schöne Gelegenheit sich die Füße zu vertreten. In 45 bis 60 Minuten ist man wieder zurück am Carpark. Es gibt dort auch eine schöne Picknick – Area mit Grills und Sitzgelegenheiten.
Weiter entlang der GOR, an der es unzählige Haltebuchten gibt um zu stoppen und Fotos zu machen, oder die einzigartige Szenerie einfach nur zu genießen, fuhren wir bis nach Princetown wo wir 2010 den Campground bezogen. Es ist ein sehr schön am Fluß gelegener Campingplatz. Princetown selbst bietet ein altes Post Office, das gleichzeitig Supermarkt ist und ein ausgezeichnetes Pub in dem die Steaks einfach nicht groß genug sein können!  Es ist der Touristpark, der am nächsten bei den 12 Aposteln liegt. Ab 25 AUD pro Nacht ist man dabei!
Wir folgtem dem magischen Ruf der 12 Apostel und fanden uns nur acht Kilometer  später am Besucherzentrum wieder. Es gibt dort Toiletten, einen Kiosk und ein Infocenter. Außerdem starten dort auch die Helicopter Scenic Flights. Leider waren heute so viele Leute vor Ort, dass wir keinen Platz mehr im Heli ergattern konnten. Die Preise dafür starten bei  95 AUD pro Person für einen acht bis zehn Minuten Flug über die Apostel. Ein anderer Anbieter befindet sich unweit der 12 Apostel auf der rechten Seite und bietet die Rundflüge günstiger an. Wer Interesse hat, sollte aber wohl einen Tag vorher buchen. Z.B. im Touristeninfo in Lorne.
Die Apostel selbst erstrahlten im selben Glanz in dem wir sie in Erinnerung hatten und ließen die Zeit still stehen. Sämtliche Touristenmassen werden durch den Anblick und die tosenden Wellen wie weg gespült. Nur sehr schwer kann man sich wieder los reißen von den anmutig empor ragenden Felsen und versteht sofort warum sie 12 Apostel genannt werden. Denn nur durch die Hand Gottes, kann eine so beeindruckende Kulisse erschaffen worden sein. Wer länger Zeit hat, der kann auch den Beachwalk machen und wird feststellen wie klein man sich doch fühlt gegenüber diesen mächtigen Felsformationen.

Der nächste Touristpark befindet sich in Port Campbell. Ein netter kleiner Hafenort mit schönem Campground. Die Stellplätze sind meist schattig und teils direkt mit Blick auf den Fluss der allerdings im Moment ziemlich ausgetrocknet war. Die Campkitchen und BBQ´s verdienen extra Lob! Ein großer TV-Raum und ein Gambling Room sind ebenfalls vorhanden. Alles ist sehr sauber und neu! Der Preis von 33 AUD beinhaltet drei Stunden freies Internet wobei die Datenrate begrenzt ist, aber zum Email checken reicht es alle mal. Beach und Main Street sind problemlos in ein paar Minuten zu Fuß zu erreichen. Super lecker Dinner gibt es im Beach Cafe and Restaurant mit Blick aufs Meer!
Die GOR hat natürlich noch viel mehr zu bieten als nur die 12 Apostel! Faszinierend finde ich die Bay of Martyrs. Ein traumhaft schöner Anblick! Aussgepülte Höhlen, London Arch, the Grotto,the Razorback, Apollo Bay und der Leuchtturm von Cape Otway sind natürlich auch sehenswert! Obwohl sich die GOR nur über 250 km von Geelong bis Warrnambool erstreckt, sollte man sich ruhig zwei bis drei Tage Zeit nehmen um die ganze Schönheit in vollem Ausmaße genießen zu können!
Wer im australischen Winter in Warrnambool vorbei kommt, darf sich auf keinen Fall das beobachten der Wale in der Bucht entgehen lassen!!!
Wir verabschiedeten uns von der GOR und fuhren über Port Fairy weiter nach Portland. Dort checkten wir auf einem wunderschön, im Buschland gelegenen und trotzdem nur 1,6 km vom Stadtzentrum gelegenen Campground ein. Holiday Village Portland Tourist Park in der Garden Street.
Das Besondere an dem Park sind die Koalas die auf den riesigen Eukalypten leben! Einfach zauberhaft wenn man in der Nacht ihren komischen Geräuschen lauschen kann.
Außderdem bevölkern unzählige Nacktaugenkakadus und andere bunte Vogelarten den ganzen Park.
Ca. 15 km von Portland entfernt ist Cape Bridgewater mit den Seal Caves. Die größte Seelöwenkolonie von Australien mit ca. 850 Tieren lebt dort. Bootstouren zur Kolonie werden angeboten, müssen jedoch vorher gebucht werden! Ausserdem gibt es zwei verschieden Walks, einen über „the highest coastal cliff of Vic“, für den wir uns entschieden.
Es ist ein sehr anstrengender Walk mit vielen Treppen und extrem steilen Bergen. Ich gebe zu, ich habe ein paarmal darüber nachgedacht umzudrehen. Aber man hat von dort oben eine so spektakuläre Aussicht auf die  grandiose Küste, dass sich jede Mühe lohnt!
Man fühlt sich dem Himmel soooo nah!

Ich konnte mein Glück kaum fassen, also aufeinmal direkt neben mir im Gras ein Ameisenigel auf Nahrungssuche ging! Er war sehr neugierig und ich konnte ihn sogar anfassen! Wir verbrachten gut eine halbe Stunde damit den kleinen süßen Kerl zu beobachten und zu begleiten bevor er sich dann wieder ins Unterholz verzog! Woooohoooo!!!! Crikey!!!
Wooohooo – can´t believe – CRIKEY ;-))

Nach zwei Stunden kamen wir endlich am Lookout für die Seals an. Dieser befindet sich ca. in 70 Meter  Höhe über den Felsen wo sich die Seelöwen tummeln. Man sollte also auf jeden Fall ein Fernglas und ein gutes Teleobjektiv dabei haben. Sonst könnte es schwierig werden mit den Fotos!
Noch schwieriger mit Fotos ist es aber, wenn man wie ich, im Eifer des Gefechts neuen Platz auf der Speicherkarte zu schaffen, vergisst die Fotos auf den Laptop zu kopieren bevor man diese auf der Camera löscht…. Ja ja… Anke total verplant wie immer! Wenigstens hatte ich von dem süßen Ameisenigel auch welche mit der kleinen Digicam gemacht!
So, nach zehn Kilometern super heftigem Walk, kehrten wir von Cape Bridgewater nach Portland zurück! Jetzt hatten wir einen Bärenhunger! Best Fish & Chips in Town direkt neben dem Postoffice! Achtung sie schließen um 18.00 Uhr! Also beeilt Euch denn für zwei überdimensionale Portionen zahlten wir nur 13.50 AUD was für australische Verhältnisse wirklich günstig ist!
So genossen wir das leckere Abendessen und einen traumhaften Sonnenuntergang, mit vielen Papageien in der BBQ Area auf dem Campingplatz, fielen ins Bett und träumten von den tollen Erlebnissen…

C ya mates…

Euer Aussiefreak – Anke

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Sorry